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Hagensdorf
Die Gemeinde liegt im Südburgenland. Orte (und Katastralgemeinden) der Gemeinde sind Deutsch Bieling, Hagensdorf, Heiligenbrunn, Luising und Reinersdorf (kroat. Žamar).
Die erste urkundliche Erwähnung einer Ortschaft am "Heiligen Brunnen" stammt aus dem Jahre 1198. Der Ort gehörte wie das gesamte Burgenland bis 1920/21 zu Ungarn (Deutsch-Westungarn). Seit 1898 musste aufgrund der Magyarisierungspolitik der Regierung in Budapest der ungarische Ortsname Szentkút verwendet werden. Nach Ende des ersten Weltkriegs wurde nach zähen Verhandlungen Deutsch-Westungarn in den Verträgen von St. Germain und Trianon 1919 Österreich zugesprochen. Der Ort gehört seit 1921 zum neu gegründeten Bundesland Burgenland. Die Katastralgemeinde Luising wurde erst am 10. Jänner 1923 durch eine Alliierte Grenzkommission der Republik Österreich zugeordnet und durch österreichische Truppen besetzt.
Kultur und Sehenswürdigkeiten:
Das Heiligenbrunner Kellerviertel in Heiligenbrunn im Burgenland ist eine zwei Kilometer lange Kellergasse.
Das Kellerviertel beginnt an einer Straßenbiegung oberhalb der Ortes und nördlich längs des Stifterberges. Weinkeller und Speicher, im 18. und 19. Jahrhundert errichtet, stehen locker zwischen Obstbäumen. Die niedrigen Holzblockbauten zeigen lehmverschmierte weißgekalkte Wände unter gewalmten Satteldächer, teils mit Strohdeckung. Es gibt altertümlich verzapfte und verriegelte Eichentüren, teils mit Schnitzereien und Jahresbezeichnungen. Die Keller sind zumeist zweiräumig, vorne mit Holzbalkendecke, Sitzgruppe und Weinfässern, hinten mit offenem Dachstuhl und Weinpressen. Speicher sind kleiner, zumeist quadratisch, mit Zeltdach.
Seit dem Jahre 1963 wird umfassend an der Erhaltung des Kellerviertels gearbeitet, welches seit dem Jahre 1969 unter Landschaftsschutz steht.